Nach-Weihnachtliches

Bei unserem Spaziergang fand ich seltsame alberne Weihnachtsmanngestalten, die an Hauswänden hochklettern. Nachdenken! Seit wann gibt es diese seltsamen dicken alten Männer mit weißen Bärten im roten Anzug?

Seit 1935 beglückt uns CocaCola ™ mit der Weihnachtsmannuniform in Firmenfarben. Ist aber ein bisschen dick für durch den Kamin 😉


Das gute alte Christkind ist irgendwie abhanden gekommen in der Weihnachtsdeko. Überall nur Weihnachtsmänner, die eigentlich als Nikolaus am 6.12. ausgedient hatten.

Dann haben wir noch den Schlitten und Rentiere


Der Schlitten erinnert mich an die wilde Jagd. Mal ist es Odin, der mit seinem Gefolge in Schlitten über den winterlichen Himmel stürmt, mal ist die Percht, Holla, Hulda o.ä.

Der erinnert schon mehr an Odin
oder der


Dann fand ich doch noch etwas Weibliches, die gute alte Strega (ital. Hexe) oder Befania. Die kommt am 6.1. anstatt der hl. 3 Könige zu den Kindern in Italien, falls es dort den Brauch wirklich noch gibt und er nicht auch von den Weihnachtsmännern okkupiert wurde.

Befania oder Strega


Zu Befania gibt es bei den den Nebelpfaden einiges zu lesen.

Als nächstes schaun wir mal was es mit den 3 Königen auf sich hat, wenn ich schon mal beim Legendenzertrümmern bin 😉

3 Tage

Dieses Jahr Samhain habe ich mir 3 Tage Auszeit für mich gegönnt. Einen Tag vor Neumond, den Neumondtag und einen Tag danach.

Schreite Deine Lebenslinie ab, leg das Puzzle neu. Nimm neue Teile und bewährte alte und ds Bild wird sich ändern.

So legte ich den roten Faden neu, besah mir die Stationen. Immer weiter in die Tiefe, zeigte der Film vor meinen Augen mein Leben. Was es ausmacht, was kommt und was geht. Was wegzulegen ist, was dazukommt und was sich bewährt hat.

Schon Tage vorher malte ich aus einer inneren Eingebung ein Bild, das Mondtor. Weiter nichts, erstmal, aber ich wußte, die Reise führt dorthin.

Die Pflanzen führten mich zu neuen Räuchermischungen am Tag vor Neumond. Die Steine legten sich fast von selbst in neue Muster.

Die Jurte für meinen Ahnen und den neuen Ahnen-Altar habe ich am Neumondtag geweiht. Gereist in Gebiete die lang vertraut schienen und doch neue Dimensionen zeigten. Tiefer, immer tiefer hinein in die Erde, bis zu ihrem inneren Herz.

Das Mondtor war kalt und abweisend, aber ich wußte, da muss ich hin. Mondtor
Nichts, einfach nichts. kein Ton, keine Farbe, nur Dunkelheit erwarteten mich dort. Ganz tief in die eigenen Schatten, dort wo alte Schmerzen immer noch still in der Ecke sitzen. Seelenteile, die stumm und mit leerem Blick warteten. Lange Generationen Angst und ungeweinte Tränen, Verschwiegenes, Familiengeheimnisse, alte Verpflichtungen die scheinbar unauflösbar sind. Seelenteil an Seelenteil gekettet seit uralter Zeit. Kein Wundern wenn man müde wird mit dem alten Ballast. Ich habe allen zugehört und habe sie langsam auseinander geflochten. Stück um Stück gelöst was nur aus Angst zusammen gehalten hat. Bis in die letzen Winkel gekrochen und alles aber auch alles aufgelöst.

Was tun Familienmitglieder sich nur an, wenn sie ihre Kinder in die alten Fesseln legen, ein Schweigegelübde auferlegen. Du sollst nichts merken, nichts sagen. Leide, so wie wir seit Generationen leiden, du wirst nicht entkommen, so wie wir.

Wenn mein Konzept der Freiwilligkeit der Seele stimmt, wenn es stimmt, dass alles vor der Inkarnation abgesprochen ist, dann ist es kein Wunder, dass so viele Kinderseelen unerlöst in tiefen Kerkern warten, selbst wenn der Körper scheinbar erwachsen ist. Den Bann brechen und handeln, reden, herausgehen ist die Möglichkeit die ein erwachsener Mensch dann gehen kann. Schon mit dem ersten Schritt ist Erleichterung spürbar, ist Hilfe da aus der Anderswelt. Mit dem Eintreten durch diese dunkle Tür, die sich seit Jahrhunderen nicht geöffnet wurde fällt der erste Lichtschein in die dunklen Gewölbe. Auch das ist verabredet, dass eines Tages eine(r) kommen wird und diese Tür öffnet und die Ketten löst, den Bann bricht.Aber dieser Jemand bist Du selbst und niemand anders wird dir helfen. Viele warten auf einen Erlöser, auf Ausserirdische, aber es gibt sie nicht und das ist gut so, denn sonst würdest du verlernen deine eigenen Hände, Füße, deinen Kopf, dein Herz, deine Stimme zugebrauchen um die alten Bande zu zerreißen. All die Versprechen, dass ein Erlöser kommt und es dir leicht macht sind Lüge, die dich hindern dir deine Freiheit zu nehmen. So sitzen sie weiter in unterirdischen Kerkern und schweigen. Solange bist DU kommst und die Tür, das Schloss an den Ketten öffnest.

inside
Später bin ich draußen, stand in der Nacht, alleine, nur mit meiner Trommel und der Wölfin an meiner Seite. Der Trommelklang wies mir den Weg durch das Mondtor.

Dahinter, Farben, viele Farben begleitetet mich. Meine Malsachen nach langer Zeit wieder ausgepackt und die Eindrück auf’s Papier gebracht.

Am 3. Tag ging ich zu den gefällten Bäumen im Garten, auch zum geschlagenen Ahnen-Holunder. Ahnenspeise und ein leises Lied gab ich ihnen mit in den Schlaf.

Wir werden Sommerflieder pflanzen, der holt die Schmetterlinge in den Garten. Ich setzte Ahnenschiffchen auf den Fluss.

Diese 3 Tage sind ein Geschenk und ich bin dankbar dafür. Die Wind- und die Wasserfrau erwarten mich zu meinen nächsten Reisen.

Mabon

22.09. feierte ich mein Mabon Fest, Herbst Tag- und Nachtgleiche. Ausgewogenheit, Balance war mein Thema. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Arbeiten und Ausruhen, zwischen Innen und Außen, zwischen Geben und Nehmen, zwischen Anderswelt und Hierwelt… dazwischen, das große Thema dieses Festes. Obwohl die 8 Feste im Jahreskreis (4 Mondfeste und 4 Sonnenfeste) ein immer wiederkehrenes Thema haben, ist es spannend zu beobachten wie der Bezug zum real erlebten stimmt, sich verändert und weiterwächst.


Bereits am Tag bekam ich *zwei* Regebögen im Garten als Geschenk.


Nachts begrüße ich den Mond


Mein ganz persönlicher Dank an die Erde

Schnitterin

Wenn Kali Dein Leben betritt, wird sie dir zuerst wortlos die Sichel reichen. Sie wird dich einfach nur ansehen. Es nutzt nichts den Blick abzuwenden, denn diese Augen lassen Dich nicht mehr los. Schau durch diese Augen auf Dein Leben und wirst erkennen. Alles was lebensfeindlich ist, was Dir die Kraft raubt, dich auslaugt. Die falschen Versprechungen anderer und deine eigenen werden klar und durchsichtig.

Nimm die Sichel und beginne mit den Vorbereitungen zur Ernte. Es gibt keinen Aufschub, wenn Kali dich ruft. Lerne rechtzeitig zu tanzen, damit du mit ihr Schritt halten kannst, denn sie wird es dich lehren dass Bewegung lebendig ist.

Mutter der Gerechtigkeit, Hüterin des unversehrten Lebens, weise Kriegerin. Du hast die Zeit geboren und nimmst sie wieder. „Mit was bist Du verwoben“, fragst sie mich. „Willst du das und was nützt es Dir“, gibt sie mir mit auf den Weg.

Die Zeit der Schnitterin beginnt, ich nehme die Sichel und löse was nicht mehr zu mir gehört. Ich zertanze unter meinen Füßen und gebäre aus dem Chaos.