Zeit

Zeit – was ist das? Ein Hilfskonstrukt? oder?

November 2013 – Beginn meiner inaktiven Altersteilzeit 🙂 2014 war ein chaotisches Jahr mit Umzug und anderen Umbrüchen. Aber jetzt!  Noch bis 2019, dann bin ich 65 und dann beginnt die eigentliche Rentenzeit. Mein Büro in Bonn ist aufgelöst, alles ist jetzt in Berlin, meine Nachfolgerin eingearbeitet.  Ich bin frei!

Die letzten 30 Jahre habe ich am Stück gearbeitet. Wenn ich die Jahre davor dazu rechne wird das eine schöne Ansammlung an Arbeitsjahren. Ich möchte inhaltlich keines missen, es war alles sinnvoll und gut so wie es war.

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Und jetzt? Die große Leere?

Eine der ersten Aktionen – ich lege meine Armbanduhr ab. Ich plane meinen Tagesablauf nicht mehr. Schauen wo Gewohnheiten sind, hinterfragen und beizeiten sein lassen.  Schauen was kommen will und es an den Platz setzen der mir gefällt und passend erscheint.

Vorbei mit Arbeitsrhythmus, Arbeitspausen, Hin- und Heimfahrten. Alle Zeit für mich 🙂 6 Wochen Urlaub? Jetzt 52 Wochen. Welch ein Luxus. Ich probiere Neues aus, verschiebe Zeiten, schaue wie ich Minuten, Stunden, Tage neu zusammensetze. Obwohl, so ganz ohne Terminkalender geht es nicht, weil ich sonst vieles was ich plane einfach vergessen würde. Am liebsten sind mir die Tage wo ich erst nachsehen muss, welches Datum, welchen Wochentag wir haben. Ich merke Heilung in vielen Bereichen. Ein Anflug von Langeweile? Ja, bitte, ich brauche lange Weile um mich und mein Leben neu zu definieren. Mir kommt der Naturzyklus, der Tag- Nachtrhythmus sehr entgegen, das sind meine Orientierungspunkte im Netz. Ach ja, Netz, das Internet kommt zu kurz. Auch daran merke ich Heilung.  Die Jahreszeiten intensiv spüren. Sähen, Pflegen, Ernten, Ruhen. Unterwegs durch die Natur. Die Brachen rufen wieder ganz intensiv. Das sind jene Flächen, die Mensch hinterläßt wenn er Natur wieder mal etwas abgerungen hat wie einen Bauplatz, eine Rodung. Dort wird die Kraft der Natur sichtbar, wie sie zurückerobert, neu- und umgestaltet und ich darf sitzen, schauen und Teil davon sein. Dieser wundervolle Sommer, mit seiner Wärme, Feuer, Licht, Langsamkeit, hilft mir zu erblühen.

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und noch ein Abschied

nur noch 11 Tage und dann darf ich mein Arbeitsleben ad acta legen. Der inaktive Teil meiner Altersteilzeit beginnt. Da ich die letzte in Bonn bin, bekomme ich auch noch ein paar Monate geschenkt und werde früher freigestellt. Die große Freiheit beginnt, meine Zeit gehört wieder ganz mir. Ein lachendes und ein weinendes Auge sind schon dabei, nach 22 Jahren 🙂

… und was kommt dann? Ich muss aufpassen, dass ich die viele Zeit nicht ganz schnell verplane, denn Pläne habe ich ungefähr so für die nächsten 35 Jahre 😉 Achtung, Leben ich komme!

Freiheit

Ich wähle die Freiheit! Frei von vorgestanzten, vorgedachten Sätzen, Frei von Büchermeinungen, die allesamt unbewiesen sind. Ich wähle den Weg der Freiheit und ich weigere mich stur und ohne zu denken den eingefahrenen Wegen zu folgen! Ich wähle die Freiheit meine eigenen Erfahrungen zu machen. Ich wähle die Freiheit Fehler machen zu dürfen, meinen Kurs neu zu überdenken und neu auszurichten.

War das jetzt positiv genug? 😉

Das sagen die ganzen Bücher und Lehrmeinungen und das tue ich.

Ich sagte mir:

Irgendwann ist nämlich der Punkt erreicht wo du die Bücher weglegen solltest und selbst ausprobieren, handeln und leben. Ansonsten wirst du zum Sklaven. Je mehr du das System nachahmst, blind irgend welchen Autoritäten und ihren Meinungen unhinterfragt folgst, gerätst du in Abhängigkeit, verlierst deine Freiheit und Einzigartigkeit, wirst zum Herdentier, läufst the Master Key System, The Secret, Murphy und allen anderen nach. Erreichst also genau das Gegenteil von dem was Du wolltest. Schaust du vorher nach was Du sagen darfst? Du passt auf, nur ja keine Verneinung, keine Negation, alles hübsch positiv formulieren, immer auf der Lauer, dass ja alles seine Richtigkeit hat und kannst gar nicht frei denken und reden.

Du überwachst dich, um ja nur alles richtig zu sagen. Du überwachst andere, schneidest ihnen ihre Erfahrung ab, belehrst sie, damit sie nur ja das richtige sagen und deinem Weltbild entsprechen.

Ich wähle immer wieder den Weg in die Freiheit!

Ich bin Frieden, ich bin Freude, bin Liebe, denn ab jetzt wirke ich durch mich. Aber ich bin auch wütend, traurig, verletzbar, denn ich bin ich. Würde ich das aufgeben oder verlieren, wäre ich nur noch eine Marionette, die an fremden Fäden geführt wird.

Vor allem ICH BIN FREI! Das ist für mich die Grundlage meines Weges als Schamanin.

Yul Jul oder was

„Hast Du gestern Jul gefeiert“? kam heute die Frage per PN in einem Forum. Nein, ich habe nicht. Gegenantwort: „schade, wieso denn nicht“

Ich habe noch keinen Urlaub, daher arbeiten in Bonn. Abends habe ich ein Blech Plätzchen gebacken, mit meinem Liebsten einkaufen gewesen, u.a. 2 kleine kitschige Weihnachtsengel, Zubehör zum basteln für ein Weihnachtsgeschenk, Vogelfutter und.. und…und

Ab und an habe ich das Gefühl, wenn frau sich außerhalb der Regeln der traditionellen Religionen bewegt, dass sie sich automatisch mit Haut und Haaren in feministischen, Göttinnen und oder heidnischen Kreisen, Religionsvorstellungen und -vorschriften wieder finden muss. Möglichst noch blogenderweise Rechenschaft darüber ablegen, dass sie auch ordentlich gefeiert hat, incl. herzeigen von Bildern.

Eine matriarchale Organisation der ich dieses Jahr begegnete legte sogar fest, dass Frau nur dann ein Amt in ihrem Verein einnehmen darf, wenn sie nachweist, dass sie Jahreskreisfeste im Sinne der Göttin feiert. Es wird vehement darauf geachtet, dass ja auch richtige Frauensprachin und mit viel Fraude gesprochen wird, alles andere ist eine Sakrilegin, Himmelin hilfin! Damit wird Göttin zu einer Instanz erhoben, die patriarchal und gottgleich darüber wacht, dass Frau sich in ihrem Sinne verhält. Stellvertretend tut es die Obermatriarchin, die ihre ganze Macht für sich einsetzt um den Verein, die Mysterienschule und die Frauen darin nach ihrem Willen zu manipulieren, notfalls auch per Anwaltin.

Meine Reaktion liegt zwischen Kopfschütteln und laut schreiend wegrennen… rette sich wer kann.

Da ich heute immer noch arbeite, wird es ein gaaaanz ruhiges Fest werden, dessen Name ist „Liebe, Liebster, Familie, Tochter, Freunde und ICH“ und sonst nichts. Ich werde die Rauhnächte genießen, orakeln, Füße hochlegen, nach Hamburg düsen, allerliebste Freundin besuchen und es mir einfach richtig gut gehen lassen.

Nichts und Niemand kann meine Freiheit zu tun oder lassen beschneiden. Kein Mensch, keine Religion, keine Götter und auch keine Göttin. Denn diese verlangt nichts von mir, ich kann/darf sie leben, denn sie trägt kein Korsett wie der Kirchengott.

Tief in meinem Herzen glüht das Feuer durch die Nacht in den Tag. Komm setze dich, wärme und freue dich
In diesem Sinne alles Liebe für Euch!

Welternährungstag am 16.10.

ist jedes Jahr….. wie schaut es weltweit aus damit? Am meisten sind davon Kinder betroffen sagt World Vision. Besonders Mädchen wird immer wieder – so überhaupt vorhanden – eiweißreiche Nahrung versagt und lieber die Söhne damit gefüttert. In diesem Jahr stehen lt. Vereinte Nationen die Frauen im Mittelpunkt der Kampagnen zum Welternährungstag, da sie die meiste Arbeit mit dem Anbau und beschaffen der Nahrung in den ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer haben.

75 Millionen mehr Menschen hungern seit der letzten Erhebung. Nicht nur in den Entwicklungsländer, sondern auch hier in unseren scheinbar so reichen Ländern.

In einer Zeit, in der Lebensmittel und deren Anbauflächen im Tank unserer Autos verschwinden, lohnt es sich darüber nachzudenken, was Gerechtigkeit ist.

schon wieder Schottland

nach hin- und herwälzen von Reiseplänen, Terminkalendern usw. haben Jo und ich beschlossen… Familie Kingsizefairy in Schottland wird besucht und schon gebucht, diesmal im Herbst. Jo und ich fliegen für 0,04 Euro und unsere Koffer für 40 Euro hin und zurück, das ist jeck 😉 aber es sind noch soooo viele Monate und der lange Sommerurlaub dazwischen, da haben wir auch jede Menge Reisen vor. Hach, ich liebe verreisen 😉

Planet Diversity


12.-16.05.2008 in Bonn

Was für ein Tag, absolut klasse! Spannend, informativ, gutes Essen, viel Musik, Tanz, Gespräche, Vorträge … und müde Füße. Wir sind satt von den vielen Eindrücken und sehr zufrieden, weil es ein wunderbares Festival der Vielfalt ist-war. Es hat so viel Spaß gemacht, diese ganzen bunten und fantasievollen Aktionen und die Menschen aus aller Welt.

Neben den deutschen und europäischen VertreterInnen vieler Umweltorganisationen, Bauern, Imker, Gärtner, waren auch sehr viele Infostände aus Lateinamerika, Afrika, Asien vertreten. Es ist beeindruckend, wie viel Wissen diese Menschen haben, besonders die Frauen aus Bangladesh. Sie züchten seit Jahrhunderten ca. 2000 Reissorten! für jedes Klimaverhältnis und jeden Boden die richtige Saat. Wir kennen hier im Supermarktregal vielleicht mal 5 Sorten. Wir sind wirklich arm dran. Wenn es nach den großen gierigen Konzernen wie Monsanto gehen würde, gäbe es eine Reissorte und basta. Viele wissen gar nicht was sie verlieren, wenn das Wirklichkeit werden würde. Wird es eines Tages auch nur eine Sorte Menschen geben? Schrecklich, diese Vorstellung.

Solche Festivals beeindrucken mich mehr als Hochglanz-Shopingmeilen. Da geht es nicht um unnötigen Luxus, sondern lebensnotwendige Dinge wie sauberes Wasser, gesunde Böden, Artenvielfalt und eine lebendige Zukunft ohne die nichts möglich ist.

Für den Gaumen gab es leckere Gerichte aus Mexico, Afrika und sonstwo. Für Augen und Ohren gab es afrikanische und japanische Trommler, Kabarett, Tango und…



und Capoeira (brasilianische Tanz-Kampf-Kunst)
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Bitte beteiligt Euch an den Aktionen auf der Webseite Planet Diversity. Es ist so wichtig, dass wir die Vielfalt und Möglichkeiten die uns das Leben auf unserer Erde bietet, schützen. Es darf nicht in die Hände profitgieriger Vermarkter kommen. Unsere Kinder und Kindeskinder brauchen diese Erde, Luft, Wasser so sauber und vielfältig wie möglich. Unterstützen wir die Visionen und helfen uns allen damit. Was wir von unseren Ahnen erhalten haben ist nur geborgt und soll unversehrt wieder in die Hände der Kinder gelangen. wenn man sieht, wieviele Sorten Obst, Gemüse, Getreide es gab und noch gibt, kommt man sich ganz ärmlich vor an unseren Supermarktregalen. Hast Du da schon mal mehr als eine Sorte Möhren oder Kartoffeln gesehen?

Ach noch was Schönes für unsere Sockenstrickerinnen: Seelensocken Da gibt es nicht nur zu jedem Sockenpaar einen Spruch, da werden auch Strickerinnen gesucht 😉 Schöne Idee finde ich.