22.09. feierte ich mein Mabon Fest, Herbst Tag- und Nachtgleiche. Ausgewogenheit, Balance war mein Thema. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Arbeiten und Ausruhen, zwischen Innen und Außen, zwischen Geben und Nehmen, zwischen Anderswelt und Hierwelt… dazwischen, das große Thema dieses Festes. Obwohl die 8 Feste im Jahreskreis ein immer wiederkehrenes Thema haben, ist es spannend zu beobachten wie der Bezug zum real erlebten stimmt, sich verändert und weiterwächst.

Bereits am Tag bekam ich *zwei* Regebögen im Garten als Geschenk.

Nachts begrüße ich den Mond

Mein ganz persönlicher Dank an die Erde
Dazu ein sehr alter Text, voller Hingabe und Liebe an die Göttin, ein bisschen kitschig, aber schön. Den hat Juliane augegraben.
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Gebet an Mutter Erde
Heilige Göttin Erde, Gebärerin der Naturwesen
die du sämtlich tagtäglich hervorbringst und erneuerst
weil du allen den Sprösslingen deinen Schutz gewährst.
Göttliche Wisserin des Himmels
des Meeres aller Dinge,
dank derer die Natur ihr Schweigen und ihre Träume erlangt,
auch erfrischst du das Licht und vertreibst die Nacht;
auch bedeckst du die Schatten des Unterweltgottes und das unermessliche Chaos
auch hältst du die Winde und Wetter nach ihrer Zeit fest;
die Meeresfluten entsendest und vermischst du nach Belieben,
die Sonne lässt du verschwinden und die Stürme fachst du an,
auch verheißest du nach deinem Willen einen heiteren Tag.
Mit nimmer endender Treue teilst du Nahrung aus,
und beim Entweichen der Seele nehmen wir in dir unsere Zuflucht;
so kehrt alles, was du gewährst, zu dir zurück.
Die große Mutter der Götter wirst du zu Recht genannt,
übertriffst doch du die Götter an Milde.
Du fürwahr bist jene Gebärerin der Geschlechter und Götter,
ohne die nichts heranzureifen und nichts zu entstehen vermag;
die Große bist du und Königin und Göttin der Götter
Dich, Göttin, bete ich an und deine Macht beschwöre ich,
als Leichtes wirst du mir dies, um das ich dich bitte, gewähren,
und ich, Göttin, werde es dir nach Gebühr vergelten
Ich bitte dich, erhöre mich, und begünstige mein Vorhaben;
gewähre mir, Göttin, willig, worum ich dich angehe.
Alle Pflanzen, die deine Hoheit hervorbringt,
lässt du allen Sprösslingen zum Heile zukommen:
dieses nun schenke mir als dein Heilmittel;
möge es durch dein Verdienst gelingen zu heilen.
Was auch immer ich daraus anfertige, möge zum Heile ausschlagen:
wem ich ich sie gebe, wer sie von mir empfängt,
mache ihn zu jeder Zeit gesund.
Von dir, Göttin, heische ich jetzt, du mögest mir
die Größe erzeigen, um die ich dich demütig bitte.
Zitiert bei: M. J. Vermasen, The Excavations in the Mithurm of the Church of Santa Prisca in Rom, Leiden, 1965, S. 190
Das Gebet stammt wahrscheinlich aus dem 3. Jh. nach Christi Geburt.
Übersetzung von Edzard Klapp.




















