Ich lebe intensiv seitdem ich…

– alle Ratgeberbücher die mir erzählen wie ich leben sollte entsorgt habe
– keine Religion mehr habe
– niemand mehr anbete, verherrliche
– tue was ich will !

… gehts mir so gut wie noch nie 😉 Ich habe Mut mein Leben einfach so drauf los zu leben!

Was wäre wenn ….? Probiere es aus!

selbst beschenken

Luisa Francia – Es geht um Übergänge und Initiationen in magischen und schamanischen Zusammenhängen und die im wahren Leben, im Frauenmuseum Wiesbaden

Seminar für Frauen
Samstag, 6. Dezember 2008, 10.00 – 17.00 Uhr, Euro 70,–

Ich freue mich riesig auf diesen Jahresabschluss mit Luisa. Weihnachtsstress? wo? wer? Nicht mit mir 😉 Überhaupt, laut Aussage einiger Leute habe ich Stress… früher dachte ich das auch von mir. Stimmt aber nicht mehr, ich tue viele schöne Dinge, das ist kein Stress.

Leben

Mein Lebenslauf
Ich bin geboren
In diesen Körper
In dieses Leben
Er-Leben
Irgendwann sterben
So kurz und knapp ist es richtig

Weil das zwischen
Leben und Sterben
Keine Beurteilung braucht
Von dir, von mir
Es ist mein Leben
Dann sage ich nur noch
Ich bin!

Träume an Brighid

Der träumende Mond – Februar

Meine Katze liegt neben mir, sie schläft, eine Pfote an meinem Bein. Manchmal zuckt sie, träumend, bewegt die Nase, als wenn sie etwas riechen würden, was bis in den Traum hinein ihre Aufmerksamkeit erregt. Am Himmel steht der volle Mond, scheint in mein Zimmer. Februar, die Zeit zwischen Winter und Frühling, Schwellenzeit…

Auf der Schwelle
noch nicht ganz
hier
im jungen Licht
aber auch nicht mehr
dort
wo Dunkelheit mich hütete
im Schoß der Materie.
Geboren aus Höhlen
mit eigener Kraft
kreisend eintreten
in den Lauf der Zeit
beginne ich wieder den Tanz.

Wir sind in der Lage zu träumen, Bilder, Kino im Kopf. Wir sind in der Lage uns oft das schrecklichstmögliche auszumalen in unseren Köpfen, unseren Bildern. Horrorszenarien zukünftiger Ereignisse. Wissen wir noch, dass wir sie dadurch heraufbeschwören? Die Medien peitschen es mit an; einer erzählt es einem anderen und immer bunter wird die Geschichte ausgeschmückt. Wir glauben die Bilder auf den Bildschirmen und langsam sickern sie in uns, tiefer und tiefer, berühren alle schichten unseres Seins. Tiefe Wahrheiten scheinen sie zu vermitteln, aber es ist nur schein-bar.

Ich streichle die Katze neben mir, ein sanftes gurren und räkeln, ein tiefes gähnen, den Pelz neu sortieren, einmal strecken und wieder hinlegen, einrollen, immer noch eine Pfote auf meinem Bein, schläft sie weiter.

Träume, der Mond ist hilfreich. Seine silberne Scheibe, da draußen, zieht meinen Blick an. Wie oft habe ich nachts hier gesessen, dem Lauf des Mondes zugesehen, nur der Schein einer Kerze im Raum. Träume und ich beginne mir vorzustellen, wie es wäre, wenn ich fliegend dieses ferne silberne Licht besuche.

Ich folge Spuren die andere Träumer hinterlassen haben. Finde die Erinnerungen an alle geträumten Träume, die Sehnsucht, nach Schönem, nach Stillem.

Da ist der Traum eines Kindes, ein Pferd, ja das ist sein größter Wusch. Ich sehe, wie es über eine Wiese galoppiert, Pferd und Kind sind eine Einheit, Freude und Spiel, kraftvolle Bewegungen, herumtollen im Sonnenschein, unbeschwert sein. An der Stalltür hat es seinen Rollstuhl zurückgelassen.

Da träumt ein Kind, irgendwo in einem Slum. Es hat gehört, dass es bald eine Schule geben wird. Es träumt, mitten im Dreck, mitten in der Gewalt, dass es in einer sauberen Schuluniform auf einer Schulbank sitzt, lesen und schreiben lernt und rechnen, um später vielleicht ein kleines Geschäft zu haben und anderen helfen zu können, die nie das Privileg hatten in die Schule zu gehen, Briefe zu schreiben für sie und ihnen fremde Sprachen übersetzen kann. Vielleicht wird es in andere Länder reisen können, dort arbeiten können um der Familie zu Hause Geld schicken zu können, damit die kleineren Geschwister ebenfalls zur Schule gehen können.

Viele Träume habe ich gesehen in dieser Nacht, schöne Träume und gefährliche Träume. Ich folge den Spuren der Wölfe, wie sie durch die Nacht ziehen, von einer geheimen Kraft gezogen. Sie finden sich in einer Waldlichtung zusammen, beschnuppern sich und stimmen ihren Gesang an. Da sind auch Menschen, mitten unter den Wölfen. Keine Feindschaft, Gemeinsamkeit, in der mondhellen Lichtung.

Da steht Wolf neben Lamm, Bär neben Mensch. Träumer neben Realist, Trauer und die Liebe, Lachen und Weinen, Vereinen und Lösen. Viele, viele sind gekommen in dieser Mondnacht, alle vereint im sanften Licht, jeder mit einem Traum, alle mit einem gemeinamen Traum.

Imbolc, und da ist sie, mitten unter uns, Brigid, Hüterin der Schmiedefeuer, der Poeten, der Dichter und Träumer, der Barden, der Narren. Sie schürt die Feuer unserer Leidenschaft zu träumen. Ich hoffe und wünsche, ich träume und verwirkliche, dieses Feuer, diese Kraft zu träumen und Träume in die Realität zu holen.

Viele Völker pflegen die Kunst zu träumen. Heiliger Schlaf in den Tempeln, initiierte Träume zur Veränderung der Geschehnisse. Ein Traum in einem Traum, unser Leben, wo die Grenzen der Realität verhandelbar dünn sind. Wenn ich die Kraft habe zu träumen, so habe ich auch die Kraft zu verwirklichen.

Wieder träumen lernen ist ein Traum und die Kraft und den Mut die Träume zu leben, das ist die Kraft der Veränderung.

Komm trau Dich, träume und nimm Deine Träume ernst und wahr, gestalte, wirke und webe ein neues Traumgeflecht, in dem Mensch und Tier, Erde und Himmel Platz hat zu wirken. Komm, vertraue und träume, lass die Einladung nicht verstreichen, es lohnt sich, was hast du zu verlieren, als einfach nur die Angst und die Zweifel. Komm und träume Dich neu.

Immer wieder höre ich die Stimme, sehe das lachende Gesicht, das mich einlädt weiter zu träumen. Autsch, ich spüre die Krallen meiner Katze in meinem Bein. He, ich bin keine Maus, sage ich der immer noch schlafenden Katze. Ich sehe jetzt, dass die Kerze gefährlich nahe an den Blütenkranz herunter gebrannt ist, ich lösche sie. Danke, Salome, komm lass uns weiter träumen und verwirklichen gehen.

die 3 Siebe

Ganz aufgeregt kam einer zum weisen Sokrates gelaufen und sagte:
„Du höre ich muss dir etwas Wichtiges über Deinen Freund erzählen!“
„Warte ein bisschen“, unterbrach ihn der Weise.
„Hast du schon das, was du mir erzählen willst, durch die drei Siebe hindurchgehen lassen?“
„Welche drei Siebe?“
„So höre gut zu! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Bist du überzeugt, dass alles was Du mir sagen willst, auch wahr ist?“
„Das nicht, ich habe es nur von anderen gehört.“
„Aber dann hast Du es wohl durch das zweite Sieb hindurchgehen lassen?
Es ist das Sieb der Güte.“
Der Mann errötete und antwortete:
„Ich muss gestehen, nein.“
„Und hast Du an das dritte Sieb gedacht und Dich gefragt, ob es nützlich sei, mir das von meinem Freund zu erzählen?“
„Nützlich? – Eigentlich nicht.“
„Siehst Du“, versetzte der Weise, „wenn das, was Du mir erzählen willst, weder wahr, noch gut, noch nützlich ist, dann behalte es lieber für Dich.“

~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~

Das ist mein Motto für 2008! Als Geschenk in den Rauhnächten hatte ich gestern beim Orakelseminar eine Begegnung mit Sophia, der Göttin der Weisheit. Es scheint, sie wird meine Lehrerin sein für die kommende Zeit. Ich bin sehr gespannt.

behäkelte Klorollen und Bauchgefühl

… dazu ein alter Herr in einem alten dicken Daimler. Ich verspreche, ich werde nie wieder über diese Gattung schimpfen. Wieso? Letzte Woche, am Bahnstreiktag mußte ich mit dem Auto nach Bonn fahren. Feierabend, endlich raus hier, nach Hause. Ich bin ja bekannt für meinen flotten Reifen 😉 Fahrbahnverengung von zwei auf eine Spur, noch 400 m, ich wollte eigentlich die Klopapierrolle auf Rädern noch überholen. Mein Bauchgefühl sagte, „lass mal, hast es ja nicht soooo eilig“. Bin ich froh, dass ich auf meinen Bauch gehört habe. Am Ende der Fahrspur stand die Radarkontrolle und ich wäre mit ziemlich überhöhter Geschwindingkeit da reingeraten … uiuiui, sehr teuer wäre das geworden. Danke Herr Klorolle und Danke Frau Bauch!