Mensch und Natur

Gestern war ich mit Grille im Krater in der Eifel, die Kornmuhme des Sommers den Tieren bringen. Sofort kreiste wieder der Milan am Himmel und wir begrüßten uns.

Ich habe das Gefühl, Natur und Mensch passen einfach nicht zusammen, wenigstens eine gewisse Spezies, die in deutscher Gründlichkeit mit der Kettensäge in Naturschutzgebieten für Ordnung sorgt. Da kann doch nicht einfach wachsen was und wie will, oder?
Mit Entsetzen musste ich sehen, dass die Kettensäge gewütet hat. An den Hängen, zwischen den Steinen, einfach überall sind die Büsche und Bäume abrasiert.

Grille und ich haben für den Geist des Platzes getrommelt. Ich ließ Feuer aus meinen Händen los. Es war gespenstische Ruhe, kein Vogel, nichts, einfach gar nichts. Alles hatte sich zurückgezogen. So habe ich den Platz noch nie erlebt.

Nächste Woche werde ich mich erkundigen, ob ich da nicht etwas gegen unternehmen kann, was in einem Naturschutzgebiet möglich ist und was nicht.

6 Gedanken zu „Mensch und Natur“

  1. Liebe margarete, das waren schon heftige Gefühle, die dieser Platz auslöste. Ich habe auch kaum so etwas empfunden. Aber schön, dass wir dem Platz und den geistern mit unseren Trommeln etwas Zuwendung geben konnten.

  2. Ich habe leider noch niemand erreicht, de sich zuständig fühlt. Aber ich bleibe dran!

  3. Eine Kornmuhme, Korngöttin, Kornmutter ist eine Frauengestalt, die aus den letzten Ähren eines Feldes nach der Ernte gebunden wird. Diese wird dann am 21.12. zur Mittwinterwinterzeit an die Tiere verfüttert. Da ich keine Kühe, Schweine, Pferde habe, geht sie eben an die Vögel im Krater.

  4. zu hause war ich sehr überrascht, daß alle fotos, die ich vor dem trommeln aufgenommen hatte, nichts geworden sind. sie waren alle so was von unscharf/weichgezeichnet wie ich es noch nie bei meiner digicam erlebt habe. nur die bilder nach dem trommeln sind vorzeigbar.
    der zustand des landes hat sich unübersehbar in den bildern gezeigt und wiedergespiegelt …

    auch hier, am anderen ende der eifel höre ich ab und an, vor allem dann wenn die säge mal wieder gewütet hat, von wanderern die frage, warum das land hier so verstört ist …

    es dauert lange, bis sich die naturwesen nach einem solchen schock halbwegs erholen.

    es ist mE. vor allem diese respektlosigkeit / gefühllosigkeit seitens des bißchen mensch, die der gesamten schöpfung unendliches leid auferlegt.

  5. Da habe ich ja sofort nen Hals, ich kann nicht glauben, dass das zulässig ist. Wo heute schon in allen möglichen Wäldern hier in der Umgebung alles mögliche an ab- oder umgefallenem Totholz einfach liegengelassen wird und ganz herrlich unordentlich aussieht. Vielleicht hatte da jemand eine Kettensäge zu Weihnachten bekommen?

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