wie wird man Schamanin?

Frau geht zum Kongress am Mondsee, begegnet dort der koreanischen Schamanin Kim Keum-Hwa, die ihre spirituelle Tochter schon lange erwartet hat und diese dann zur Schamanin ausbildet und ernennt.
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Was lernen wir daraus? Weltoffene Menschen und Geister haben kein kleinliches Gezänk über Begrifflichkeit der Bedeutung und Herkunft des Begriffes Schamane.

Noch was zum koreanischen Schamanismus. Auch sehr interessant. Wenn ich da an so manche Diskussionen hier denke, könnte sich mancher ein Scheibchen abschneiden 😉

Scharlaman und die weiße Eule

So, dann der versprochene Nachtrag.

Das ist Dagmar und Hannelore und ich. Wir haben schon mal ein bisschen vorgetrommelt. Zum schamanisieren benutze ich nur diese Trommel auf dem Bild, meine Medizintrommel.

Dagmar und Herbert hatten den Bauwagen zum Schamanenschlafzimmer umgebaut. Da hätte ich auch gerne geschlafen 😉 Überhaupt, das war alles so wunderbar und liebevoll von Dagmar, Herbert und Hannlore vorbereitet, herzlichen Dank dafür.

Als dann Adrian dazu kam, war es schnell warm und herzlich, so ein lieber unkomplizierter Mensch, mit einer wahnsinns Ausstrahlung. Er erklärte den Ablauf des Rituales und kam dann im Gewand des Geistwesens der weißen Eule wieder zurück in den Raum. Die Luft war so aufgeladen, die hätte man in Blöcken stapeln können. Langsam begann das Ritual, der Aufbau des Altars. Die weiße Eule bewegte sich im Raum und tanzte zu den Trommeln. Mal blieb er hier stehen, mal bei einer anderen. Legte Hände hierhin oder dorthin. Es war einfach unbeschreiblich kraftvoll und schön. Solche Rituale kann man kaum beschreiben. Die Wahrnehmung ist verändert, einerseits erweitert und andererseits völlig zentriert auf das was geschieht. Die Zeit scheint still zu stehen, Atem wird langsamer, der Blick ist anders, man beginnt in sich zu ruhen, ganz bei sich zu sein. Weg sind Anspannung und Erwartung, alles fließt und fügt sich aneinander. Nichts ist fremd, es fühlt sich wie nach hause kommen an.

Dann kam er zu mir mit seiner Trommel und bat mich, meine Trommel an seine zu legen. Die Luft vibrierte und dann sagte er: „Das ist Gruß und Segen von meinem Lehrer dem tuvinischen Schamanen Saryglar Durch die Trommel bist Du jetzt mit ihm verbunden. Es gibt starke Schamanen hier und Du gehörst dazu. Und dass ich der Raben-Krähenfrau ein Gewand und die Gestalt geben und tanzen soll.“ Ich war so ergriffen von diesem Gefühl, wie eine herzliche Umarmung, so heiß wie Feuer wurde es in mir und ich musste einfach weinen, so stark war es.

Dann sah ich meinen Großvater, im schwarzen Straßenanzug und er winkte mit seiner Geige. Neben ihm stand ein Mann in weißen Filzstiefeln, weiße Filzhose, blau-türkiser Brokatmantel, spitzer Hut, ebenfalls mit weißem Filzrand. Sie lachten und zeigten auf mich, winkten und freuten sich. Dieses Bild werde ich nie vergessen. Es ist ein Gefühl von nach Hause kommen, neue Wurzeln zu haben und die vertrauten stärker zu spüren, noch kraftvoller verbunden sein mit den Ahnen, den Lehrern, den Geistern.

Gut, so werde ich es tun. Ich freue mich darauf und doch bin ich auch aufgeregt, welche neue Veränderung es in mein Leben, mein schamanisieren bringen wird. Ich bin so glücklich darüber. Danke von Herzen an Euch alle die ihr daran mitgewirkt habt.


Adrian meinte, mit der Kapuze sehe ich aus wie eine aus Tuva 😉

Warum schamanisieren

Wer durch Tür will muss verrückt werden, verrückt sein. Was ist schamanisieren… für mich: es ist archaisch und primitiv, gleichzeitig aber auch hoch philosophisch.

Je mehr ich mich darauf eingelassen habe, um so mehr durchdringt es mein Leben, meinen Alltag. Ich bin hier und drüben gleichzeitig, ich bewahre aber auch die Grenzen. Es ist Wahrheit und Klarheit, kein Licht und Liebe Gesäusel mehr, wo man sich immer hinter einer lächelnden Maske verstecken kann. Es reißt Türen auf und Mauern ein und plötzlich wird das Leben ganz einfach. Ursache und Wirkung, kein so tun als ob, sondern klare gezielte Handlung, wissend um das Ereignis. Sinnfragen werden sehr schnell beantwortet. Ein Baum ist ein Baum, ein Bär ist ein Bär. Keine Psychologie hilft da weiter. Das Gewohnte über Bord werfen und das Ungewohnte einladen. Gewohnt, die Wohnung die wir kennen und Ungewohnt, eben etwas Neues. Und schon wieder eine Tür.

Wieso sind die Menschen nicht glücklich? Keine Ahnung, ich bin glücklich und ich weiß noch nicht einmal, wie es dazu gekommen ist.

Bewerten: Es gibt nur bekömmliche und unbekömmliche Nahrung, sagte mir die Wölfin. Seitdem schmecke, rieche ich bevor ich esse. Was nicht bekömmlich ist, bleibt liegen.

Wenn ich aufhöre, die Beschränkungen und Einengungen zu suchen, um mich daran zu stoßen und zu reiben, dann bemerke ich auf einmal die Freiheit dazwischen. Ende, Ziel? Keine Ahnung, Jetzt ist der Moment in dem ich handeln oder nicht Handeln kann.

Geht es wirklich um die Größe der Gehirnmasse und ihre Nutzung? Durch das schamanisieren und Reisen vergrößern wir nicht unser Gehirn. Wir bauen den Zaun ab, den wir für Begrenzung halten und sehen das Land dahinter, dieses unendlich weite Land und dann das Meer und dann den Horizont, den Himmel und immer weiter. Nicht das Unterbewußte wird angesprochen, sondern das Bekannte, dass wir aus dem Blickwinkel verloren haben.

Samhain Tag-Nacht

Gestern vormittag, mein Ahnenaltar. Alles abräumen auf einen anderen Tisch, schwarzes Tuch drüber und dann durften meine Lieben eine Nacht schlafen. In der Zeit ein neues Regal angedübelt, es ist aus Eisen, mit viel Patina und Rost … lacht nicht, sowas ist modern heute (sagte man mir). Ich hab es gekauft, weil es mir so gut gefallen hat mit den vielen Spiralen. Räuchern, Rassel, und dann zu Dagmar zum Trommeln.

Kleiner Tipp am Rande: alle Federn und Tierteile die ich habe, liegen eine Nacht im Eisfach, zur Vorbeugung gegen Milben.

Als ich gestern Nacht nach Hause gekommen bin, erstmal eine lange und ausgiebige Reise zu meinen Ahnen. Ich habe die Bilder um mich herumgelegt und mit jedem Kontakt aufgenommen.

Die Überfahrt war leicht und einfach und das Wiedersehen freudig. Die Großmütter waren bestens drauf und Großvater kratze auf der Fidel. Die Steine tanzten mit den Winden, die Wasser schwammen mit den Bergen. Tabak und Schnaps als Gastgeschenk mundeten sehr.

Diesmal war auch ein Bild meiner Mutter dabei. Ich habe es wieder weggelegt, die Zeit ist noch nicht reif. Wer weiß, wann wir uns wieder begegnen. Manchmal ist es besser die Dinge einfach ruhen zu lassen. Es hat nichts wirklich Eile.

Mein Tarotkarten für November: innerer Weg 7 Flammen und äußerer Weg 7 Schwerter. Feuer, Kreativität, Kunst, Lebenslust gepaart mit Geist, Logos, Sprache, Kommunikation. Oh ja, sehr passend.

Die Ahnenspeise für die Nacht und eine Kerze hingestellt und wunderbar geschlafen.

Es fühlt sich richtig an, dass ein Neues Jahr, ein neuer Zyklus beginnt. Diese Nacht war der Punkt wo alles zum Stillstand kommt, wenn die Welt einatmet und die Natur sich in sich zurück zieht. Ich habe sehr viel geräumt, abgeschnitten und draußen auf den Komposthaufen gegeben. Es ist Zeit für Leichtes, das Schwere ist nicht mehr tragbar.

So sieht es wieder eingeräumt und beräuchert aus. Alles riecht gut und sieht neu und frisch aus, so richtig zum wohlfühlen. Na dann ihr Alten, herzlich willkommen wieder in meinem Leben und auf zur nächsten Runde.

Der Ahnenaltar ist das Zentrum und Herzstück meines Wohnens. Da wo er steht, bin ich zu Hause.

Gefieder, Vögel und Frage

Dieses Wochenende stand im Zeichen der 13 Monde Lerngruppe und einem Ausflug in den Zauberwald. Dort fanden wir Vogelfedern, aber nicht einfach so. Sie lagen im Kreis, wie angeordnet in einem Mandala. Keine Kampfspuren, keine sonstigen Überreste des Vogels. Wir haben ihn allesamt bereist. Der schöne Vogel hat uns ziemlich viel verraten, aber nicht seinen Namen, hmmm, so sind sie halt manchmal, die lieben Tierchen hier und drüben in der Anderswelt.

Weiß jemand welchem Vogel diese Federn gehören? Falke, Bussard, Habicht usw. sind es scheinbar nicht, oder wenn, eine sehr seltene Art, oder?


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Lernen im Schlaf

Ich war gestern mit Sabina im Kino Tuyas Hochzeit. Ein wunderschöner Film über das Leben einer Frau in der Mongolei. Sehr zu empfehlen!

Nachts „träumte“ ich, dass die Ahnen mir Unterricht geben eine Jurte zu bauen. Es ging nicht nur um die Jurte selbst, sondern auch darum, dass die Jurte das Symbol für meine Arbeit ist. Der Bauplan entspricht exakt dem Weg der Lerngruppen die ich anbiete. Das plane ich auch nicht, das kommt einfach, ist einfach so.

Jurtenbau

Das sind einige Elemente, ich werde es noch genauer ausarbeiten. Ich bin mal wieder sowas von verblüfft (ja das ist immer noch möglich!) wie die Ahnen lehren.

– Den Platz bestimmen und vorbereiten
– die Zusammenkunft, Intuition und Aufmerksamkeit, Klarheit
– Das Gerüst, den Rahmen schaffen – Mittelwelterfahrung
– Durchgang, Türe – Untere Welt
– Eindecken, Dach – Obere Welt (Jurten sind oben offen als Rauchabzug und Verbindung zum Himmel)
– Einrichten, erlernen des Handwerkes nach einer genauen Ordnung
– Einweihung, Rituale
– Leben in der Jurte

Diese kleine Jurte steht schon länger auf meinem Ahnenalter als Andenken an meine Vorfahren.