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< Trancehaltungen | Trance | Atmen >

Die verschiedenen Formen der Trance Trance kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden. Durch Atmung, gleichförmige Bewegung, singen (chanten), Tanz. An diesem Wochenende will ich Euch die verschiedenen Formen vorstellen. In keinem Fall werden Drogen oder andere Mittel angewendet. Trance kann man einfach geschehen, entstehen lassen oder mit einem Thema, einer Frage hineingehen.

Tranceformen geführte Trance ist Trance mit vorgegebenen Inhalten. Kann verglichen werden mit einer Phantasiereise, wo jemand mich durch ein Programm führt. Das ist aber nur die Form der leichten Trance, die ohne Einsatz der Atmung, eines bestimmten Rituals, die innereren Bilder abruft. Sie kann trotzdem sehr tief gehen, es kann hierbei auch zu Kontakten mit Wesen oder Tieren kommen, die uns etwas zu sagen haben.

Selbstgestaltete Trance Ich beginne mit einem Ritual, einer bestimmten Atmung, begebe mich auf die Reise durch die schamanischen Welten (Ober-, Mittel- Unterwelt) um Rat und Hilfe einzuholen. Die Reise hat kein bestimmtes Ziel und wird nicht durch Angaben eines anderen geleitet. Hierbei muß ich ganz bei Sinnen bleiben, um die Botschaften aufnehmen zu können. Diese werden entweder sehr direkt oder verschlüsselt weitergeben. Diese Trance beginnt mit leermachen, wird fortgesetzt durch gehen, absteigen, aufsteigen oder fliegen, oder alles zusammen.

Herkunft der Trance Bereits auf vielen steinzeitlichen Darstellungen sind Bilder von Trancetänzen und Trancehaltungen zu erkennen, besonders die Verwandlung von Mensch zu Tier. Viele alte Völker benutzen die Trance nur zu heiligen rituellen Zwecken. Teilweise wird sie durch tanzen, trommeln, singen, stampfen usw. erzeugt. Oft wird sie durch rauschfördernde Mittel wie Pilze, Kräuter, Drogen, Getränke unterstützt. Trance ist nicht immer nur wilder Tanz, Trance ist auch der Tempelschlaf, eine tiefe bewegungslose Trance. Viele Mythologien erzählen davon, daß die Welt von einer Göttin oder einem Gott ertanzt wurde.

Ich halte es nicht für sinnvoll, Trancepraktiken anderer Völker einfach hierhin zu verpflanzen und auszuführen. Diese Trancen sind somit aus ihrem kulturhistorischen Zusammenhang gerissen und werden ohne Verständnis des mythischen und magischen Hintergrundes einfach nachgemacht und von daher nicht zu gebrauchen.

Möglich ist es jedoch, die Grundpraktiken aufzunehmen und in unser Kulturgut zu kleiden und vor unserem Erfahrungshintergrund neu zu gestalten. Teilweise können die Rituale übernommen werden, wie z.B. Einladung und Dank an die Rassel, die Trommel, der Elemente, die Helfer aus der anderen Welt.

Sinn und Zweck der Trance Trance ist dazu da, um uns wieder ganz bewußt einzuknüpfen in das weltenumspannende schamanische Netz. Dieses Netz ist so alt wie alles was ist. Mit der Seßhaftigkeit verloren die Menschen teilweise den Zugang. Du mußt daher nur den Knotenpunkt finden, an dem du einsteigst und bist dann verbunden mit aller Weisheit die war, ist und sein wird. Dazu ist die Trance ein gutes Mittel. Du kannst dich dadurch mit den Wesen der anderen Welten, Tieren, Pflanzen, Sternen, Steinen u.v.a. verbinden.

Trance wird sehr oft auch in Initiationsriten verwandt. Die Initianden werden in Trance versetzt, sie erfahren sehr oft die Zerstückelung ihres Körpers, ihres materiellen Seins und das neu zusammensetzen durch die HelferInnen der anderen Welt. Dadurch wird der Mensche neu geboren. Diese Trance kann auch ein schamanisches Ritual sein, um als Shaman wiedergeboren zu werden, oft aber auch dazu, Jugendliche in ihre Rolle als Erwachsene einzuführen. Sie kann auch dazu dienen, eigene Situationen zu klären oder Hilfe für andere Menschen aus der anderen Welt zu holen.

Eine Trance beendet sich (fast) immer von selbst, wenn du gesehen und gehört hast, was nötig ist. Dies erfordert aber Anfangs Übung, Anleitung und Hilfe durch jemand, der mit den Trancezuständen vertraut ist. Übe Anfags daher nur mit einer vertrauten Person, die weiß was zu tun ist. Dadurch bekommst du mehr und mehr Vertrauen zu diesem Zustand, daß er sich nie lebensbedrohlich für dich auswirkt und kannst ihn später alleine ausführen und steuern.

Trancetechniken an sich kann jede erlernen. Dadurch aber in Trance, die sinnbringend eingesetzt werden kann, zu gelangen, hat zu tun mit:

  1. loslassen können
  2. Vertrauen haben
  • in sich selbst
  • zu den Orten, Kräften, Wesen, zu denen ich reise

Das heißt, ein Bild von der schamanischen Welt, der Anderswelt, zu haben, das nicht von Angst, Befürchtungen, negativen Erinnerungen usw. besetzt ist, wie es viele Kulturen und besonders die christliche Religion vermittelt. Erst muß ich diese Ängste klären, sonst sehe ich in der Trance die Dämonen meiner Ängste und Befürchtungen.

Durch vorbereitende Rituale kann ich eine Atmosphäre des Wohlbefindes schaffen, in der ich mich aufgehoben fühle und mich anvertrauen kann.

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Zuletzt geändert am 26 March 2005 13:34 Uhr
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